Zur Zeit wird gefiltert nach: Dr. med. Barbara Hochstrasser
Filter zurücksetzen
Burnout ist eine ernst zu nehmende Folge von zunehmender Stressbelastung am Arbeitsplatz. Wie verschiedene Untersuchungen zeigen, so zum Bespiel die seit den 80ger Jahren wiederholten Untersuchungen vom SECO zu Arbeitssituationen und gesundheitliche Risiken für Schweizer Arbeitsnehmer, nimmt die Zahl der Befragten, die sich oft oder sehr oft bei der Arbeit gestresst fühlen und auch psychosomatische Beschwerden aufweisen, in den letzen Jahren zu. Parallel nimmt auch die Anzahl an Menschen mit einer psychisch bedingten Invalidität zu. Immer häufiger suchen Menschen aus verschiedensten Berufsgruppen und unterschiedlichsten Positionen Hilfe bei Fachpersonen für stressbedingte Erkrankungen. Das Schweizerische Expertennetzwerk für Burnout bezeichnet Burnout als eine durch Stress am Arbeitsplatz bedingte Stressfolgeerscheinung, die sich bei vorgängig „normalen“ Individuen, meist in einem längeren Prozess entwickeln kann. Burnout ist keine Krankheit an sich, sondern ein Syndrom, das sich in verschiedener Ausprägung darstellt und zu schwerwiegenden psychischen Störungen, wie eine Depression oder eine Suchterkrankung, aber auch zu körperlichen Erkrankungen führen kann. Unsere heutige Arbeitswelt zeichnet sich durch Arbeitsbedingungen aus, die viele Risikofaktoren für eine Burnoutentwicklung beinhalten, wie ausschliessliche und maximale Renditenorientierung, hoher Produktions- und Zeitdruck, häufiger Rollenwechsel, zunehmende Anonymisierung und Verlust von sozialer Kohärenz, Verlust von Autonomie und Wertekonflikte, um nur einige zu nennen. Trotzdem werden Burnout und psychische Leiden immer noch als Ausdruck von Schwäche eines Einzelnen gesehen, und auch die Betroffenen fühlen sich oft als Versager. Immer wieder finden sich in den Medien Berichte, die Burnout als „ eingebildete“ Krankheit oder eine einfache „Befindlichkeitsstörung“ bezeichnen und Betroffene werden stigmatisiert.
[mehr]
- Burn-Out (5)
- Depression (4)
- Sinnfrage (3)
Arthur...