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Stiftung Ruedi Josuran
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Es kann nicht sein. Das war schon beim Tod von Bundesliga-Goalie Robert Enke bei den meisten der erste Impuls.
Enke verschwieg jahrelang seine Versagensängste und Depressionen. Im November 2009 nimmt er sich das Leben.
Es kann nicht sein, dass sich eine Frau wie Kirsten Heisig das Leben nimmt. Das war meine Reaktion. Eine starke, energische Frau, Deutschlands bekannteste Jugendrichterin.
DIE ZEIT schreibt über ihren Tod: „es gibt Gefährdungen, gegen die kein Polizeischutz hilft“.
Und es bleibt die Frage: Wie konnte das sein? Etwas will da partout nicht zusammenpassen. Das unerschrockene Äussere, der Humor, die scheinbar nie versiegende Energie. Und daneben die verzweifelte Labilität einer Frau, die nicht mehr kann. In neuesten Berichten heisst es, die Richterin habe schon länger unter Depressionen gelitten, habe psychiatrischen Beistand gehabt, in der Familie habe es Spannungen gegeben.
Es kann nicht sein-denke viele auch bei den aktuellsten Meldungen aus dem Tennis-Lager. Es geht um den US Open Sieger 2009: Juan Martin Del Potro.
Der Argentinier wirkt seit Monaten müde, ohne Motivation, ohne Antrieb. Beobachter der Tennis-Szene und Weggefährten Del Potros sagen es inzwischen nicht nur unter vorgehaltener Hand: der Mann hat Depressionen.
Er wäre nicht der einzige Profi mit Psychischen Problemen. Laut einer Studie der Universität Tübingen, fühlt sich jeder zweite Leistungssportler durch die extremen Anforderungen immer wieder ausgebrannt und kraftlos. Fast ein Drittel leidet an Schlafstörungen. Jeder Fünfte klagt über Depressionen. Der Sportpsychologe Lothar Linz sagt im SPIEGEL:“ Es gibt immer wieder Sportler, die dem Druck von Fans und Medien und den eigenen Erwartungen nicht umgehen können. Keiner darf Schwäche zeigen-es ist wie in den Top-Etagen der Wirtschaft.“
 
Es bedarf offenbar solcher furchtbaren Ereignisse, um Betroffenheit, Anteilnahme und Aufmerksamkeit zu erlangen. Leider sind psychische Erkrankungen immer noch mit einem Tabu belegt: Die Betroffenen verschweigen ihre Probleme lieber aus Angst vor Ächtung, die Gesellschaft schaut aus vielen Gründen lieber weg. Wir mit unserer Stiftung möchten hinschauen- und helfen.

5 Kommentare
Gravatar: Rudolf SteinerRudolf Steiner
08.08.2010
12:58
Grandios

Es kann nicht sein-dachte auch ich, als ich diese Seite sah-und doch es ist so. Danke für die Artikel, Filme und Töne.
Werde weiter interessiert reinklicken
Rudolf Steiner-aus dem Dreiländereck

Gravatar: maja merrimaja merri
15.08.2010
14:02
Hatte es auch so

Auch bei meinem Burnout vor 5 Jahren sagten alle: es darf nicht sein, Du musst als Mami und Ehefrau wieder möglichst schnell funktionieren-ich hoffe, es kommt nie mehr so schlimm-finde es beeindrucknd was ihr schreibt-Herr Josuran ist sowieso ein Pionier auf diesem Gebiet-habe alle seine Bücher gelesen

Gravatar: Arthur KäserArthur Käser
16.08.2010
14:12
Zusammenhänge Depression/Herz

Gratuliere zum Anliegen der Stiftung. Greift doch mal in einem Artikel die Thematik einer möglichen Wechselwirkung zwischen Depression und Herzproblemen auf. Habe gehört, dass Menschen mit Depressionen leiden häufiger an Herzerkrankungen und Herzkrankheiten leiden sollen.

Gravatar: David RuprechtDavid Ruprecht
27.08.2010
10:57
Ja, es darf nicht sein...

Leider ist es so: sowas darf nicht sein. Wenn ich von meiner Erfahrung in der psych. Klinik wegen meinem Burnout spreche, dann ist das für viele komisch und fremd. Selbst Betroffene reagieren dafür umso dankbarer, dass sich mal jemand traut.
Es darf nicht sein: nicht nur die Krankheit wird so empfunden "es darf nicht sein". Nein, auch die Gründe dazu werden negiert oder verniedlicht. Es darf nicht sein, dass man die Umstände, welche in der Mit-Verantwortung liegen, beim Namen nennt: dass unsere Gesellschaft - egal ob in der "bösen" Arbeitswelt, zuhause oder in Kirchen und Vereinen - nur Leistung und Leistungsbereitschaft honoriert...

Gravatar: Annelies SuhlAnnelies Suhl
05.09.2010
16:47
Es braucht euch

Es braucht diese Stiftung....ich hoffe, ihr geht auch unter die Leute mit Vorrägen, Lesungen usw. Mein Mann hat sich vor 5 Jahren das Leben genommen wegen einer Depression. Niemand konnte ihm helfen. Ich hoffe, ihr könnt vielen wieder Lebensmut geben-Grüsse euch aus
St. Gallen

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OrtizHelen: People all over the world take the loans from different creditors, just because it's comfortable...
martha dürig: Ein treffender Artikel-habe selber haufenweise ungelebtes Leben hinter mir-Depressionen und...
arthur oetiker: Eure Artikel sind Mutmacher-kämpfe mich momentan wieder in die Arbeitswelt zurück
Arthur...
franco ochsenbein: Habe eure Seite in den Ferien entdeckt-von A-Z ansprechend gemacht-bin eher per Zufall darauf...
Lino Senegri: Meine Frau hat mir euren Blog empfohlen-bin begeistert-ich hoffe, dass die Stiftung bald auch mehr...

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